KUNST an zwei Tagen im Rosdorfer Saal: Das RoSa KUNST Festival 2026

von | 21,08,2026 | RoSa Festival | 0 Kommentare

Am Wochenende strömten weit über 1000 Gäste in den RoSa Fiege und auf die Festwiese in Rosdorf.  Der Verein hatte rund 25 regionale Künstlerinnen und Künstler dazu eingeladen, eine Kostprobe ihres Schaffens im frisch renovierten Saal mit dem wunderbaren neuen Eichenholzfußboden zu präsentieren. Die Plätze waren schnell vergeben, die Kunstrichtungen  sehr unterschiedlich.  Sie reichten von Collagen über Naturfotografie, düsteren Acrylmodellierungen bis  zu naturgetreuen Tierportraits in Öl. Tigercomics auf Kacheln und Duschvorhängen oder handlich im Bilderrahmen, große Bäume aus Chinatusche und Aquarell, auch fantasievolle Schmiede- und Holzarbeiten waren zu entdecken. Abstrakte Flächen, Formen und Farben inspirierten die Besucher zu tiefsinnigen Interpretationen. KI-generierte Fotokarten mit witzigen Motiven lagen  neben  Gedichtsammlungen zum Verkauf aus. Kuriose Tiere thronten  in Kaffeekannen und Eierbechern und brachten Alt und Jung zum Schmunzeln. Selbst gestaltete Kunstpostkarten, liebevolle Handdrucke auf schönen Heften und Karten, Lesezeichen und Geschenkanhänger wechselten die Besitzer. Trotz des schönen Sommerwetters merkte man schon: Weihnachten ist nicht mehr weit. Da ist es geschickt, sich rechtzeitig einen Fundus an außergewöhnlichen kleinen Geschenken anzulegen, die etwas Besonderes und nicht beliebig an jeder Ecke zu kaufen sind. Uroma´s Sesselchen bildeten verschiedene Sitzgruppen an kleinen Tischen. Dort begegneten sich Künstler und Besucher, ruhten sich gemeinsam aus und kamen ins Gespräch über künstlerische Techniken und die vielfältigen Eindrücke. Hier begegneten sich Alt  und Jung, viele Familien kamen ans leckere Kuchenbüffet oder aßen köstliche Bratwurst, auf Wunsch sogar vegan, im leckeren Bäckerbrötchen zu zivilen Preisen.

Auf der Wiese gab’s vom MTV Discgolf, und auf den Bänken im Garten entwickelte sich eine heitere Bier – und Kaffeegartenatmosphäre. Immer wieder kam etwas Neues dazu : Holzschnitz-  und Bildhauerarbeiten, Blütenkränze und ein vielstimmiges Trommelkonzert mit Ibs Sallah sowie die sphärischen, keltischen Harfenklänge mit Donatella Abate und Klaviergitarrenimprovisationen mit Simon Meißner und Jan Frieler.

Christiane Becker führte zwei einfühlsame Künstlergespräche mit den ausstellenden Künstlerinnen Lia A. Eastwood und Kerstin Wolff.

Auf den Türen des Toilettenwagens entstanden vor den Augen der Gäste wunderbare Bilder der Rosdorfer Künstlerin Birthe Wehr, die ihre längst verstorbenen Grosseltern darstellen, wahlweise im Charlestonkleid und in stilechten Knickerbockerhosen. Jetzt erinnern sie nachhaltig an das RoSa Kunstfestival  2026. Eine freundliche, fröhliche Stimmung schwebte über allem, der aparte Saal mit den vielen Kuriositäten lud ebenfalls zum Entdecken ein. Viele Gäste, eingeladen über die Zeitung und persönliche Tipps der beteiligten Künstler, fanden aus Einbeck, Northeim, Hardegsen, Uslar, und Hann. Münden sowie natürlich Göttingen und dem ganzen  Kreisgebiet, aus Gleichen, Rosdorf und Ebergötzen ans Ziel. Ein Vater kam gar mit seinem halbwüchsigen Sohn aus Osterode angeradelt. Alle waren begeistert vom Fest, lobten die liebevolle Instandsetzung des Saals als architektonisches Kleinod und nahmen die Programmhefte für die nächsten Veranstaltungen mit. RoSa Fiege und der Unterstützerverein mit unzähligen fleißigen Helferinnen und Helfern hat viele neue Fans gewonnen, die sich sicher noch lange an die farbenfrohen Bierdeckel mit Kunstfestival-Fliege erinnern werden. Die Künstlerinnen und Künstler wollen auch untereinander in Verbindung bleiben, und die Ersten träumen schon von einer Neuauflage des RoSa KUNST Festivals in 2027.

Ein großes Dankeschön geht an das RoSa KUNST Orga-Team und die zahlreichen RoSa Helfenden. Wir danken der freundlichen Unterstützung vom MTV-Rosdorf, dem Kulturring Rosdorf, der Fleischerei Sebert, der Bäckerei Hermann, der Sparkasse Göttingen, der Firma Usebach und der Förderung durch den Kleinprojektefonds des Programms „Lernbaustellen – Ideen für verlassene Orte“

Text: Sissi Karnehm-Wolf

Fotos: Ralf Lesjak und Siggi Hartmann